Systemisches Case Management

– oder „Handle stets so, dass sich die Zahl der Möglichkeiten vergrößert.“ 1

„Der Mensch im Mittelpunkt“, mit diesem Leitmotiv übernehmen wir seit vielen Jahren die pflegerische Versorgung und im Bedarfsfall auch die sozialpädagogische Begleitung unserer Klienten.

Im Rahmen dieser Arbeit haben wir erkannt, wie wichtig es für Menschen sein kann, im Fall von Pflegebedürftigkeit einen zentralen Ansprechpartner zu haben – vor allem dann, wenn aufgrund der Lebenssituation umfangreiche, verschiedene Hilfen erforderlich sind.

Für unsere Klienten setzen wir deshalb auf systemisches Case Management. Das ist eine Methode, Hilfebedarf effizient zu organisieren. Dazu zählt die Unterstützung bei der Beantragung von Hilfeleistungen aus unterschiedlichen Quellen sowie die kontinuierliche Begleitung weiterer Entwicklungsprozesse – und das alles über einen zentralen Ansprechpartner. Die individuelle Situation der jeweiligen Klienten sowie ihre Ressourcen und Stärken finden besondere Berücksichtigung. Das heißt, der Mensch steht dabei im Mittelpunkt.

Warum systemisches Case Management?

Wenn wir bei unserer Arbeit den Anspruch haben, dass das Erleben und Verhalten eines Menschen immer im Zusammenhang mit seinem sozialen Bezugssystem und seiner Umwelt zu sehen ist, so gilt dieser Anspruch selbstverständlich auch und insbesondere für das Case Management. Dabei sind wir davon überzeugt, dass wir nur sinnvolle Möglichkeiten der Unterstützung finden können, je mehr wir die Zusammenhänge von Problemen erkennen, in denen sie auftreten. Wenn wir den lebensweltlichen Kontext bei der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten mit einbeziehen, schaffen wir eine wichtige Grundlage, dem Betroffenen dabei zu helfen, für sich einen Weg zu finden, mit seiner individuellen und einzigartigen Situation zurecht zu kommen.

1 Heinz von Förster, österreichischer Physiker und Kybernetiker

Systemisches Case Management kann für unsere Klienten Folgendes leisten:

  • Zentraler Ansprechpartner in allen Fragen zum Hilfebedarf
  • Unterstützung bei der Beantragung von Hilfeleistungen aus unterschiedlichen Quellen sowie deren Koordination (u. a. Pflegekassen, Krankenversicherung, Sozialamt)
  • Strukturierte Kommunikation zwischen allen am Pflege- und Betreuungsprozess Beteiligten
  • Zusammenstellung eines auf die jeweilige Zielsetzung abgestimmten Teams an Kooperationen, Diensten und anderer hilfreicher Personen
  • Nachhaltigkeit durch kontinuierliche Begleitung

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Freitag, 07. Dezember 2007